Stilles Aushalten ist kein "Ja"

Shownotes

„Wenn es ihm nicht gefällt, kann er doch einfach weggehen.“ - diesen Satz höre ich ständig und er ist gefährlich, weil er hündisches Verhalten menschlich erklärt. In dieser Folge erfährst du, warum Weggehen für viele Hunde keine Selbstverständlichkeit ist: Stressreaktionen des Nervensystems (Flucht, Freeze, Übersprung, Abwehr), soziale Hemmung, Loyalität, innere Konflikte und Lernerfahrungen. Du lernst außerdem die subtile Kommunikation deines Hundes zu erkennen - die leisen Signale, die oft übersehen werden, bis es zur Eskalation kommt. Besonders wichtig ist das Wissen im Alltag mit Kindern: Wer die leisen Signale sieht, schützt den Hund und damit auch die Kinder.

📌 Empfehlungen, Links & Werbung:

🛒 Tradidog – 20% Rabatt für Neukunden / 10% für Bestandskunden mit Code HUNDEWOHL20 📸 Folge mir auf Instagram 🎓 Sieh dir meine Kurs-Übersicht an 📚 Meine Büchersammlung 💊 Mein Hormon Balance Supplement

🎵 Musik: Intro-/Outro-Musik: Uplifting Acoustic Summer Folk von “Lucky Tunes”, lizenziert über Audiojungle (Envato Market).

Transkript anzeigen

00:00:13: Sprecher 1: Hallo und herzlich Willkommen zum Hundewohl Podcast.

00:00:16: Sprecher 1: Dein Hund spricht, hörst du zu, der Podcast,

00:00:19: Sprecher 1: der dich mit deinem Hund zusammenführt.

00:00:22: Sprecher 1: Mein Name ist Desiree, Hundeverhaltensberaterin mit Herz und

00:00:25: Sprecher 1: Leidenschaft.

00:00:26: Sprecher 1: In diesem Podcast erfährst du von mir, wie

00:00:28: Sprecher 1: du deinem Traum von einem harmonischen und entspannten

00:00:30: Sprecher 1: Alltag mit Hunden näher kommst, indem du lernst

00:00:33: Sprecher 1: ihn zu verstehen.

00:00:34: Sprecher 1: Besuche gerne auch meine Homepage unter hundezentrum-hundewohl

00:00:37: Sprecher 1: .com.

00:00:38: Sprecher 1: Dort findest du eine Auswahl an Online-Kursen,

00:00:40: Sprecher 1: die dir helfen, ein besseres Verständnis für deinen

00:00:43: Sprecher 1: Hund zu entwickeln und euer Alltagstraining zu optimieren.

00:00:46: Sprecher 1: Zudem hast du die Möglichkeit, eine individuelle Beratung

00:00:49: Sprecher 1: oder ein 1-zu-1-Coaching mit mir

00:00:51: Sprecher 1: zu buchen.

00:00:52: Sprecher 1: Bei Fragen kannst du dich jederzeit per E

00:00:54: Sprecher 1: Mail oder per Instagram-Nachricht an mich wenden.

00:00:57: Sprecher 1: Alle wichtigen Links findest du hier in meinen

00:00:59: Sprecher 1: Show Notes.

00:01:08: Sprecher 1: Hallo und herzlich Willkommen zu meiner heutigen Podcast

00:01:11: Sprecher 1: Folge.

00:01:12: Sprecher 1: Mit einem Thema, welches bzw.

00:01:16: Sprecher 1: diese Frage, die ich sehr häufig unter gewissen

00:01:20: Sprecher 1: Beiträgen beantworte und ich deshalb der Meinung bin,

00:01:24: Sprecher 1: dass diese jetzt einmal Platz hat bzw.

00:01:26: Sprecher 1: die Antwort auf diese Frage jetzt einmal Platz

00:01:29: Sprecher 1: hat für eine komplette Podcast-Folge.

00:01:32: Sprecher 1: Und zwar geht es um das Thema, warum

00:01:34: Sprecher 1: geht der Hund nicht einfach weg, wenn er

00:01:36: Sprecher 1: etwas nicht möchte.

00:01:38: Sprecher 1: Wenn es ihm nicht gefällt, kann er doch

00:01:40: Sprecher 1: einfach gehen.

00:01:42: Sprecher 1: Dieser Satz hält sich hartnäckig.

00:01:44: Sprecher 1: Unter vielen meiner Beiträge höre ich den aber

00:01:48: Sprecher 1: noch nicht mal vorwurfsvoll, sondern viele wollen wirklich

00:01:51: Sprecher 1: verstehen.

00:01:51: Sprecher 1: Ich verstehe nicht, warum geht der Hund denn

00:01:53: Sprecher 1: nicht einfach weg, wenn er es nicht möchte.

00:01:56: Sprecher 1: Und deshalb möchte ich euch heute hier erklären,

00:01:59: Sprecher 1: warum weggehen keine Selbstverständlichkeit ist und was stattdessen

00:02:05: Sprecher 1: dahinter steckt.

00:02:06: Sprecher 1: Denn nicht jeder Hund kann einfach gehen, selbst

00:02:10: Sprecher 1: wenn er es möchte.

00:02:13: Sprecher 1: So hier einmal die wichtigste Grundlage.

00:02:16: Sprecher 1: Hunde handeln nicht strategisch.

00:02:20: Sprecher 1: Hunde wägen nicht logisch ab, wie wir Menschen.

00:02:23: Sprecher 1: Ihr Verhalten entsteht aus Emotionen, Nervensystem und Lernerfahrung.

00:02:31: Sprecher 1: In Stressmomenten übernimmt nicht der Verstand, sondern der

00:02:36: Sprecher 1: Körper.

00:02:37: Sprecher 1: Man sollte sich also nicht fragen, warum geht

00:02:41: Sprecher 1: der nicht einfach weg, sondern eher, was hindert

00:02:45: Sprecher 1: ihn daran.

00:02:47: Sprecher 1: Stressreaktionen des Nervensystems.

00:02:50: Sprecher 1: Wenn ein Hund etwas nicht möchte, stehen ihm

00:02:53: Sprecher 1: biologisch vier Optionen zur Verfügung.

00:02:56: Sprecher 1: Flucht, also weggehen, freeze, erstarren, Fiddle, Übersprung, zum

00:03:03: Sprecher 1: Beispiel Schnüffeln oder Kratzen und Abwehrverhalten.

00:03:07: Sprecher 1: Das ist ja genau das, was wir alle

00:03:10: Sprecher 1: unbedingt vermeiden wollen.

00:03:12: Sprecher 1: Abwehrverhalten wird ja gezeigt über Knurren, Schnappen, Bellen.

00:03:16: Sprecher 1: Denn weggehen ist nur eine von mehreren Reaktionen.

00:03:22: Sprecher 1: Wir sprechen jetzt hier gerade an dem Punkt

00:03:24: Sprecher 1: Reaktionen und oft nicht die bevorzugte.

00:03:27: Sprecher 1: Dann erklären wir doch mal der Reihe nach,

00:03:30: Sprecher 1: was das alles hier wirklich bedeutet.

00:03:32: Sprecher 1: Nehmen wir hier zum Beispiel mal den Punkt

00:03:33: Sprecher 1: freeze, der häufig übersehene Zustand.

00:03:37: Sprecher 1: Viele Hunde bleiben einfach stehen.

00:03:39: Sprecher 1: Sie wirken ruhig, sind es aber nicht.

00:03:41: Sprecher 1: Freeze bedeutet innerer Stress, Bewegungshemmung, keine aktive

00:03:46: Sprecher 1: Entscheidungsfähigkeit.

00:03:48: Sprecher 1: Ein Hund im freeze kann nicht weggehen, auch

00:03:52: Sprecher 1: wenn er es innerlich möchte.

00:03:54: Sprecher 1: Er kann nicht weggehen.

00:03:56: Sprecher 1: Er befindet sich im freeze.

00:03:58: Sprecher 1: Das ist ein Zustand, aus dem der Hund

00:04:00: Sprecher 1: alleine nicht rauskommt.

00:04:02: Sprecher 1: Er befindet sich also gerade in einem hohen

00:04:05: Sprecher 1: Stresslevel.

00:04:06: Sprecher 1: Soziale Hemmung ist auch ein Punkt.

00:04:09: Sprecher 1: Ich darf hier nicht weggehen.

00:04:12: Sprecher 1: Richtig, wir drängen unsere Hunde ja schon in

00:04:15: Sprecher 1: Situationen.

00:04:16: Sprecher 1: Es ist ja auch sehr häufig nicht vermeidbar.

00:04:20: Sprecher 1: Leine anziehen, also Halsband anziehen, Leine anziehen, Mantel

00:04:23: Sprecher 1: anziehen, Furten trocken machen, Kämmen, generell Körperpflege,

00:04:27: Sprecher 1: Tierarzttraining und, und, und.

00:04:29: Sprecher 1: Das sind alles Situationen, die unsere Hunde, also

00:04:32: Sprecher 1: wir unsere Hunde dazu bringen, bei uns bleiben

00:04:33: Sprecher 1: zu müssen.

00:04:34: Sprecher 1: Aber das kann man natürlich über ein positives

00:04:36: Sprecher 1: Training alles gestalten.

00:04:37: Sprecher 1: Man kann das mit dem Hund alles positiv

00:04:39: Sprecher 1: angehen, aber nichtsdestotrotz gibt es auch Menschen, die

00:04:43: Sprecher 1: es vielleicht auch nicht bewusst handhaben, die den

00:04:45: Sprecher 1: Hund, ja, dass sie meinen, dass der Hund

00:04:48: Sprecher 1: jetzt das auszuhalten, zu lernen hat, ist ja

00:04:52: Sprecher 1: auch nicht so ganz verkehrt der Gedanke.

00:04:53: Sprecher 1: Aber nicht durch Nötigung.

00:04:56: Sprecher 1: Daraus lernt der Hund nichts.

00:04:58: Sprecher 1: Ganz im Gegenteil.

00:05:00: Sprecher 1: Ja, also viele Hunde haben dann halt schon

00:05:02: Sprecher 1: früh gelernt, dass sie ja bleiben, warten und

00:05:05: Sprecher 1: aushalten.

00:05:06: Sprecher 1: Besonders bei sehr bindungsorientierten Hunden, unsicheren Hunden, Hunden

00:05:12: Sprecher 1: mit viel Anpassung, Hunde, die immer bedacht sind,

00:05:16: Sprecher 1: das Richtige zu tun.

00:05:18: Sprecher 1: Besonders diese Hunde lassen besonders viel über sich

00:05:21: Sprecher 1: ergehen.

00:05:22: Sprecher 1: Viele Hunde bleiben, weil sie loyal sind, nicht

00:05:26: Sprecher 1: weil sie sich wohlfühlen.

00:05:28: Sprecher 1: Konflikt im Hund, Nähe vs.

00:05:31: Sprecher 1: Sicherheit, typische innere Zerrissenheit, Nähe zum Menschen oder

00:05:35: Sprecher 1: Selbstschutz.

00:05:36: Sprecher 1: Ja, das Köpfchen rattert.

00:05:38: Sprecher 1: Der Hund kann sich da nicht entscheiden, also

00:05:40: Sprecher 1: der Hund steht in einem Konflikt.

00:05:43: Sprecher 1: Besonders bei Körperkontakt, Bedrängung und sozialen Situationen.

00:05:50: Sprecher 1: Der Hund entscheidet sich oft fürs Bleiben und

00:05:53: Sprecher 1: zeigt dann subtile Stress- oder Abwehrsignale.

00:05:59: Sprecher 1: So, und dann kommen wir nämlich jetzt auch

00:06:00: Sprecher 1: mal zu dem Punkt, der der allerwichtigste ist.

00:06:03: Sprecher 1: Nämlich die subtile Kommunikation.

00:06:06: Sprecher 1: Das sind die meist übersehensten Punkte in der

00:06:10: Sprecher 1: hündischen Kommunikation und besonders in Situationen, die wir

00:06:13: Sprecher 1: unsere Hunde bringen und wir meinen, der könnte

00:06:16: Sprecher 1: jetzt einfach weggehen.

00:06:18: Sprecher 1: So, also subtile Kommunikation wird angewandt, anstatt wegzugehen.

00:06:23: Sprecher 1: Viele Hunde kommunizieren sehr früh und sehr leise,

00:06:27: Sprecher 1: wenn sie etwas nicht möchten.

00:06:28: Sprecher 1: So leise, dass es für Menschen oft wie

00:06:31: Sprecher 1: stillhalten aussieht.

00:06:33: Sprecher 1: Subtile Kommunikation, ganz feine Zeichen.

00:06:37: Sprecher 1: Typische subtile Signale sind Kopf wegdrehen und das

00:06:40: Sprecher 1: muss dann auch nicht mal schnell passieren.

00:06:42: Sprecher 1: Auch in einer langsamen, dezenten Form, kaum ersichtlich,

00:06:45: Sprecher 1: wird der Kopf abgewendet.

00:06:48: Sprecher 1: Blick abwenden oder weich werden oder auch starr

00:06:52: Sprecher 1: werden, wenn der Blick schon so fast schockierend

00:06:56: Sprecher 1: aussieht.

00:06:58: Sprecher 1: Körperspannung, die nach außen ruhig wirkt.

00:07:02: Sprecher 1: Einfrierende Bewegung, ist nicht das komplette Freeze, sondern

00:07:05: Sprecher 1: eher ein zwischendurch stillhalten.

00:07:09: Sprecher 1: Einfrierende Bewegung, langsamer werden, slow motion Bewegungen, zögern.

00:07:17: Sprecher 1: So, und dann kommen die Anzeichen, die Gott

00:07:21: Sprecher 1: sei Dank immer, immer bekannter werden unter den

00:07:25: Sprecher 1: Hundehaltern.

00:07:25: Sprecher 1: Das Glinzeln, das Lecken über die Nase lecken,

00:07:30: Sprecher 1: also Nasenspiegel lecken und schlucken, Gähnen oder auch

00:07:34: Sprecher 1: wirklich so ein flacher Atem, aber das ist

00:07:36: Sprecher 1: natürlich dann schon, das bedarf ganz genauer Beobachtung.

00:07:40: Sprecher 1: Aber das sind einige, das ist natürlich noch

00:07:42: Sprecher 1: nicht alles, meine Lieben, das sind einige subtile

00:07:45: Sprecher 1: Anzeichen hier, die ich euch jetzt hier genannt

00:07:48: Sprecher 1: habe.

00:07:49: Sprecher 1: Das große Problem, diese zu erkennen, wenn man

00:07:52: Sprecher 1: nicht geübt ist, ist, dass diese Signale keine

00:07:56: Sprecher 1: aktive Bewegung mit sich bringen.

00:07:59: Sprecher 1: Der Hund kann still sitzen und trotzdem natürlich

00:08:03: Sprecher 1: glinzeln, den Kopf leicht abwenden.

00:08:07: Sprecher 1: Das heißt, wie gesagt, der Hund sitzt still,

00:08:10: Sprecher 1: wendet aber trotzdem diese Kommunikation.

00:08:13: Sprecher 1: Sie sind quasi wie so eine innere Bremse.

00:08:16: Sprecher 1: Kein äußeres Handeln, sondern so eine innere Bremse.

00:08:18: Sprecher 1: Der Hund, der weiß ich gerade nicht anders

00:08:20: Sprecher 1: zu helfen, aber deutet es, er kommuniziert es

00:08:23: Sprecher 1: ja.

00:08:24: Sprecher 1: Man muss es als Halter nur unbedingt verstehen

00:08:27: Sprecher 1: lernen, denn für viele Menschen sieht es dann

00:08:29: Sprecher 1: so aus, wenn man diese Kommunikation, diese Subtile

00:08:31: Sprecher 1: nicht versteht.

00:08:33: Sprecher 1: Der lässt es ja zu, der ist ja

00:08:34: Sprecher 1: entspannt, der sagt ja nichts.

00:08:37: Sprecher 1: Aber in Wahrheit sagt der Hund sehr, sehr,

00:08:39: Sprecher 1: sehr, sehr viel, nur halt eben auch sehr,

00:08:42: Sprecher 1: sehr leise.

00:08:43: Sprecher 1: Warum kommunizieren denn Hunde subtil?

00:08:48: Sprecher 1: Deeskalation ist hündische Höflichkeit.

00:08:51: Sprecher 1: Richtig, diese subtile Kommunikation ist ja ein deeskalierendes

00:08:54: Sprecher 1: Verhalten.

00:08:55: Sprecher 1: Der Hund beschwichtig ja darüber.

00:08:56: Sprecher 1: Er sagt ja ganz lieb und nett und

00:08:58: Sprecher 1: freundlich und bittet ja schon regelrecht darum.

00:09:00: Sprecher 1: Lass das bitte sein.

00:09:02: Sprecher 1: Mir ist das unangenehm.

00:09:03: Sprecher 1: Ich möchte das nicht.

00:09:04: Sprecher 1: Das deutet der Hund.

00:09:06: Sprecher 1: Konfliktvermeidung ist tief verankert, immer bedacht, ja, kein

00:09:10: Sprecher 1: Stress zu machen.

00:09:11: Sprecher 1: Deswegen gibt es ja so viele Beschwichtigungs-Signale,

00:09:14: Sprecher 1: das Verhaltensrepertoire unserer Hunde ist ja sehr umfangreich

00:09:18: Sprecher 1: und besonders was die Deeskalationsmerkmale angeht, die

00:09:22: Sprecher 1: Beschwichtigungsmerkmale sind sehr umfangreich und genau deshalb, weil

00:09:27: Sprecher 1: unsere Hunde stets bedacht sind, Konflikte zu vermeiden.

00:09:32: Sprecher 1: Die Nähe zum Menschen soll nicht gefährdet werden.

00:09:35: Sprecher 1: Da kommt dann das Abhängigkeitsverhältnis zu tragen, welches

00:09:39: Sprecher 1: die Hunde zu uns haben.

00:09:40: Sprecher 1: Sie stehen in einem Abhängigkeitsverhältnis zu uns.

00:09:44: Sprecher 1: Noch besonders sensible, angepasste und bindungsstarke Hunde wählen

00:09:48: Sprecher 1: diesen Weg der subtilen Kommunikation.

00:09:51: Sprecher 1: Subtile Kommunikation ist kein Zeichen von Zustimmung, sondern

00:09:55: Sprecher 1: oft ein Versuch ohne Eskalation eine Grenze zu

00:10:01: Sprecher 1: setzen.

00:10:02: Sprecher 1: Der gefährlichste Trugschluss aus dieser, ja, zarten Kommunikation,

00:10:08: Sprecher 1: leisen Kommunikation, ist, weil der Hund nicht weggeht,

00:10:12: Sprecher 1: nicht knurrt, nicht schnappt, wird angenommen, er sei

00:10:14: Sprecher 1: einverstanden.

00:10:15: Sprecher 1: Doch genau hier entstehen viele plötzliche Abwehrreaktionen, nicht

00:10:21: Sprecher 1: weil der Hund unberechenbar ist, sondern weil seine

00:10:24: Sprecher 1: leise Kommunikation wiederholt übersehen wurde.

00:10:29: Sprecher 1: Ein Hund, der still hält, ist nicht automatisch

00:10:31: Sprecher 1: ein Hund, der zustimmt.

00:10:32: Sprecher 1: Oft ist er ein Hund, der keine andere

00:10:35: Sprecher 1: Strategie gelernt hat, hofft, dass die Situation schnell

00:10:38: Sprecher 1: vorbei ist, innerlich bereits unter Stress steht.

00:10:43: Sprecher 1: So, was noch ein Punkt ist, warum Hunde

00:10:45: Sprecher 1: nicht weggehen, ist die Lernerfahrung.

00:10:47: Sprecher 1: Weggehen hat ja nie geholfen.

00:10:49: Sprecher 1: Ja, das sind ja so Verknüpfungen, die stattgefunden

00:10:51: Sprecher 1: haben, also die Lernerfahrung, die Hunde gemacht haben.

00:10:55: Sprecher 1: Manche Hunde haben halt gelernt, weggehen wird ignoriert.

00:10:58: Sprecher 1: Signale werden übergangen.

00:11:00: Sprecher 1: Folge davon ist Eskalation in der Kommunikation.

00:11:05: Sprecher 1: Lautere, deutlichere Signale werden nötig und dann kommt

00:11:09: Sprecher 1: das, was wir alle eigentlich unbedingt vermeiden wollen.

00:11:11: Sprecher 1: Abwehr entsteht oft dort, wo leise Kommunikation nicht

00:11:16: Sprecher 1: gehört wurde.

00:11:17: Sprecher 1: Also das sind die ersten Voranzeichen für Abwehrverhalten.

00:11:22: Sprecher 1: Denken ja immer, ein Nein des Hundes ist

00:11:24: Sprecher 1: laut und deutlich.

00:11:25: Sprecher 1: Nein, diese feinen, subtilen Anzeichen, Leute, das sind

00:11:29: Sprecher 1: die gefährlichen, wenn man sie auch so bezeichnen

00:11:32: Sprecher 1: kann, wenn sie denn ständig ignoriert werden.

00:11:36: Sprecher 1: Stell dir einfach mal vor, du wirst immer

00:11:37: Sprecher 1: wieder in Situationen gebracht, die für dich unangenehm

00:11:40: Sprecher 1: sind.

00:11:40: Sprecher 1: Du bist die ganze Zeit bedacht, freundlich und

00:11:42: Sprecher 1: nett zu kommunizieren.

00:11:44: Sprecher 1: Sagst immer, bitte nein, bitte lass das doch,

00:11:46: Sprecher 1: bitte, bitte, ja, hält still, aber irgendwann hältst

00:11:49: Sprecher 1: du es nicht mehr aus, dann wirst auch

00:11:51: Sprecher 1: du lauter, dann wirst auch du bestimmter, dann

00:11:54: Sprecher 1: reagierst auch du mit einem schützenden Abwehrverhalten und

00:11:58: Sprecher 1: genau so ist das bei unseren Hunden auch.

00:12:00: Sprecher 1: Dieses leise, bitte lass das vorher, sind die

00:12:04: Sprecher 1: wichtigsten Signale und ernstzunehmendsten Signale, bevor dein Hund

00:12:09: Sprecher 1: ins Abwehrverhalten übergehen muss und das Allerschlimmste, was

00:12:14: Sprecher 1: nämlich dann viele Unterhalter machen, ist tatsächlich, wenn

00:12:16: Sprecher 1: diese subtilen Anzeichen nicht erkannt worden sind, gehen

00:12:19: Sprecher 1: sie dahin über, wenn der Hund dann schon

00:12:21: Sprecher 1: beginnt, etwas lauter zu werden, in Form von

00:12:23: Sprecher 1: Knurren, dass sie ihm das auch noch verbieten.

00:12:26: Sprecher 1: Ganz genau, es gibt viele Unterhalter, die ihrem

00:12:28: Sprecher 1: Hund das Knurren verbieten.

00:12:29: Sprecher 1: So und jetzt stell dir mal vor, dir

00:12:30: Sprecher 1: wird das lauter werden auch noch verboten, was

00:12:33: Sprecher 1: bleibt dir denn letztendlich noch übrig, außer dich

00:12:36: Sprecher 1: körperlich zu wehren, richtig und das passiert dann

00:12:39: Sprecher 1: und so passieren die meisten Unfälle.

00:12:42: Sprecher 1: Was der Hund stattdessen braucht, sind Menschen, die

00:12:47: Sprecher 1: sich die Mühe machen, mit der hündischen Kommunikation

00:12:50: Sprecher 1: auseinanderzusetzen, sie zu lernen, sie zu verstehen, die

00:12:53: Sprecher 1: frühen Signale sehen, Verantwortung übernehmen, auch bedürfnisorientiert

00:12:58: Sprecher 1: handeln und Situationen dann somit auflösen, denn der

00:13:02: Sprecher 1: Hund sollte lernen, dass er da nicht alleine

00:13:05: Sprecher 1: durch muss, der Hund sollte lernen, dass auf

00:13:07: Sprecher 1: seine Bedürfnisse eingegangen wird, wie eben schon mal

00:13:09: Sprecher 1: angesprochen, ja, es gibt Dinge oder Situationen oder

00:13:12: Sprecher 1: Handlungen unsererseits, die unsere Hunde lernen müssen auszuhalten.

00:13:17: Sprecher 1: Das kann auch nicht jeder Hund gleich lernen,

00:13:19: Sprecher 1: jeder Hund hat ja seine eigenen Bedürfnisse, aber

00:13:22: Sprecher 1: man kann das mit einem Hund positiv gestalten,

00:13:25: Sprecher 1: man kann also ein gezieltes Training mit dem

00:13:27: Sprecher 1: Hund angehen, unsere Hunde müssen nicht dazu drangsaliert

00:13:30: Sprecher 1: werden, etwas aushalten zu müssen.

00:13:33: Sprecher 1: Einen kurzen Moment bitte, ich möchte euch unbedingt

00:13:35: Sprecher 1: etwas erzählen und zwar geht es um die

00:13:37: Sprecher 1: Darmgesundheit meines Kleinen.

00:13:39: Sprecher 1: Dieser hatte von Anfang an, seit ich ihn

00:13:41: Sprecher 1: bekommen habe, immense Darmprobleme und habe hin und

00:13:44: Sprecher 1: her versucht mit diversen Supplements und bin dann

00:13:46: Sprecher 1: letztendlich auf das Supplement von Tradidog gestoßen.

00:13:49: Sprecher 1: In meinem Fall habe ich die Variante Sensitive

00:13:51: Sprecher 1: genommen.

00:13:52: Sprecher 1: Dieses besteht aus extrudierten Leinsamen und einem Kräutermix,

00:13:55: Sprecher 1: ist zu 100% natürlich und hat meinem

00:13:57: Sprecher 1: Kleinen endlich dazu verholfen, dass sie seine Darmprobleme

00:14:00: Sprecher 1: quasi in Luft aufgelöst haben.

00:14:02: Sprecher 1: Deshalb ist es mir eine Herzensangelegenheit, euch davon

00:14:05: Sprecher 1: zu erzählen.

00:14:06: Sprecher 1: Besucht also gerne die Webseite von Tradidog unter

00:14:08: Sprecher 1: www.tradidog.de, mit meinem Rabattcode HUNDEWOHL20 erhaltet

00:14:13: Sprecher 1: ihr als Neukunde 20% Rabatt, als Bestandskunde

00:14:16: Sprecher 1: erhaltet ihr weiterhin immer 10% Rabatt.

00:14:18: Sprecher 1: Alle Infos findet ihr auch in meinen Show

00:14:20: Sprecher 1: Notes.

00:14:23: Sprecher 1: So und jetzt kommt noch etwas abschließend, was

00:14:25: Sprecher 1: mir ganz, ganz wichtig ist, besonders in der

00:14:27: Sprecher 1: subtilen Kommunikation, warum der Hund nicht einfach weg

00:14:30: Sprecher 1: geht und so weiter, was wir jetzt hier

00:14:32: Sprecher 1: alles besprochen haben und zwar, warum subtile Kommunikation

00:14:35: Sprecher 1: besonders wichtig ist, wenn Kinder involviert sind.

00:14:40: Sprecher 1: Gerade im Zusammenleben mit Kindern ist es so

00:14:42: Sprecher 1: entscheidend.

00:14:42: Sprecher 1: Die subtile Kommunikation von Hunden zu erkennen und

00:14:46: Sprecher 1: ernst zu nehmen.

00:14:48: Sprecher 1: Man kann von Kindern nicht erwarten, dass sie

00:14:49: Sprecher 1: diese schon verstehen.

00:14:50: Sprecher 1: Die meisten oder viele Erwachsene sie noch nicht

00:14:52: Sprecher 1: mal verstehen.

00:14:53: Sprecher 1: Wie sollen sie denn Kinder verstehen?

00:14:55: Sprecher 1: Ja, von Kindern kann man das nicht erwarten.

00:14:57: Sprecher 1: Kinder brauchen unsere Anleitung.

00:14:59: Sprecher 1: Sie können es lernen zu verstehen.

00:15:01: Sprecher 1: Oh ja, und das sogar sehr schnell.

00:15:03: Sprecher 1: Aber dafür müssen wir Erwachsenen sorgen.

00:15:07: Sprecher 1: Denn ein Hund, wie ja eben schon mal

00:15:08: Sprecher 1: gesagt, der still hält, sich nicht entzieht, nichts

00:15:12: Sprecher 1: macht, wird auch von Kindern logischerweise als ein

00:15:16: Sprecher 1: Hund wahrgenommen, dem es gerade nichts ausmacht, der

00:15:19: Sprecher 1: einverstanden ist.

00:15:20: Sprecher 1: Wenn wir Erwachsenen das schon annehmen, dann Kinder

00:15:23: Sprecher 1: erst recht.

00:15:24: Sprecher 1: Dabei befindet der Hund sich innerlich schon möglicherweise

00:15:27: Sprecher 1: bereits im Stress.

00:15:28: Sprecher 1: Genau hier entstehen die gefährlichsten Missverständnisse.

00:15:31: Sprecher 1: Denn Hunde, die gelernt haben, lange leise zu

00:15:34: Sprecher 1: bleiben, überspringen im Ernstfall häufig die leisen Stufen

00:15:37: Sprecher 1: und zeigen Abwehr ohne lange Vorwarnung.

00:15:40: Sprecher 1: Und das nicht, weil sie plötzlich aggressiv sind,

00:15:45: Sprecher 1: sondern weil ihre vorige Kommunikation nie verstanden wurde.

00:15:48: Sprecher 1: So, und jetzt stellt ihr das mal vor,

00:15:50: Sprecher 1: der Hund reagiert dann das erste Mal mit

00:15:54: Sprecher 1: diesem Abwehrverhalten beim Kind, lange vorher angedeutet, auch

00:15:58: Sprecher 1: in Interaktionen mit dir und dann kommt das

00:16:01: Sprecher 1: Kind, alles denkt es gut und dann reagiert

00:16:04: Sprecher 1: der Hund mit dem Abwehrverhalten und sieht dann

00:16:07: Sprecher 1: aus wie ein Hund, der plötzlich aggressiv reagiert

00:16:10: Sprecher 1: hat.

00:16:11: Sprecher 1: Aber das ist er nicht und deshalb sollten

00:16:13: Sprecher 1: ganz besonders Kinder die Kommunikation lernen.

00:16:16: Sprecher 1: Ganz, ganz, ganz wichtig, wenn du Elternteil bist,

00:16:19: Sprecher 1: nimm es dir bitte ganz, ganz, ganz arg

00:16:20: Sprecher 1: zu Herzen.

00:16:21: Sprecher 1: Setze dich intensiv mit der Kommunikation auseinander, nicht

00:16:25: Sprecher 1: nur was Schwanzwedeln bedeutet, was Knurren bedeutet und

00:16:27: Sprecher 1: Zähne flätschen und Nackenhaare aufstellen, also Nackenfell, Rückenfell,

00:16:31: Sprecher 1: Entschuldigung, sondern ganz besonders mit der subtilen Kommunikation,

00:16:34: Sprecher 1: also allumfassend, allumfassend, ganz, ganz, ganz, ganz wichtig,

00:16:39: Sprecher 1: damit du deinen Hund schützen kannst und somit

00:16:42: Sprecher 1: auch dein Kind schützen kannst, denn wenn subtile

00:16:45: Sprecher 1: Kommunikation erkennt, schützt den Hund und wer den

00:16:48: Sprecher 1: Hund schützt, schützt auch die Kinder.

00:16:51: Sprecher 1: So, nun kommen wir hier zur Abschlussbotschaft.

00:16:55: Sprecher 1: Ein Hund geht nicht immer weg, wenn er

00:16:57: Sprecher 1: etwas nicht möchte, nicht weil er es okay

00:17:00: Sprecher 1: findet, sondern weil sein System gerade keinen anderen

00:17:03: Sprecher 1: Weg kennt.

00:17:04: Sprecher 1: Ein Hund, der bleibt, sagt nicht automatisch ja,

00:17:08: Sprecher 1: oft sagt er, ich weiß mir gerade nicht

00:17:10: Sprecher 1: anders zu helfen.

00:17:11: Sprecher 1: Wenn dein Hund oft aushält, statt auszuweichen, wenn

00:17:15: Sprecher 1: Abwehr plötzlich aus dem Nichts kommt, dann lohnt

00:17:18: Sprecher 1: es sich nicht das Verhalten zu bewerten, sondern

00:17:20: Sprecher 1: die frühen Signale und inneren Konflikte zu verstehen.

00:17:25: Sprecher 1: Das war mir eine ganz, ganz wichtige Folge,

00:17:28: Sprecher 1: wie du jetzt im Nachhinein auch festgestellt hast,

00:17:30: Sprecher 1: weil es hier um die Kommunikation unserer Hunde

00:17:33: Sprecher 1: geht und um die Sicherheit unserer Hunde, um

00:17:36: Sprecher 1: unsere Sicherheit und die Sicherheit unserer Kinder.

00:17:39: Sprecher 1: Solltest du Schwierigkeiten damit haben, dir die Kommunikation

00:17:43: Sprecher 1: deines Hundes anzueignen, dann schreib mir doch gerne.

00:17:46: Sprecher 1: Ich bin für dich da, ich unterstütze dich

00:17:48: Sprecher 1: auf dem Weg, dabei deinen Hund endlich allumfassend

00:17:52: Sprecher 1: verstehen zu können und das nicht nur bei

00:17:54: Sprecher 1: den deutlichen Anzeichen, sondern ganz besonders auch bei

00:17:57: Sprecher 1: den subtilen.

00:17:58: Sprecher 1: Ich freue mich sehr, dass du mir zugehört

00:18:00: Sprecher 1: hast.

00:18:01: Sprecher 1: Ich hoffe sehr, dass dich diese Folge wieder

00:18:03: Sprecher 1: im Alltag mit Hund bereichert hat und ich

00:18:06: Sprecher 1: freue mich sehr, dich auch bei der nächsten

00:18:08: Sprecher 1: Podcast Folge wieder begrüßen zu dürfen.

00:18:11: Sprecher 1: Bis ganz bald, deine Desiree.

00:18:17: Sprecher 1: Wenn dir die Folge gefallen hat, abonniere gern

00:18:19: Sprecher 1: meinen Podcast, damit du keine neue Episode verpasst.

00:18:23: Sprecher 1: Alle wichtigen Infos zur heutigen Folge findest du

00:18:26: Sprecher 1: in den Show Notes.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.