Zu viel Liebe – zu wenig Führung?
Shownotes
Du liebst deinen Hund, gibst dir Mühe und willst alles richtig machen und trotzdem entstehen Probleme im Alltag? Dann liegt das oft nicht daran, dass du zu wenig tust, sondern daran, dass du unbewusst das Falsche gibst: viel Liebe, aber zu wenig Führung.
In dieser Podcastfolge geht es um einen der größten Irrtümer moderner Hundehaltung: die Annahme, dass Nähe, Freiheit, Aufmerksamkeit und Rücksicht automatisch zu einem entspannten Hund führen. In Wahrheit brauchen Hunde nicht nur Liebe, sondern vor allem Orientierung, Struktur, Verlässlichkeit und klare Entscheidungen.
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🎵 Musik: Intro-/Outro-Musik: Uplifting Acoustic Summer Folk von “Lucky Tunes”, lizenziert über Audiojungle (Envato Market).
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu meiner heutigen Podcast-Folge.
00:00:04: Heute mit dem Thema Zu viel Liebe, zu wenig Führung?
00:00:09: Warum wir unseren Hunden unbewusst schaden?
00:00:14: Die meisten Menschen sind überzeugt davon dass sie alles tun für ihren Hund wirklich Alles!
00:00:21: Sie lieben ihn, sie kümmern sich, sie wollen von Herzen nur das Beste für Ihren Hund.
00:00:27: Und trotzdem entstehen Probleme aber nicht weil sie zu wenig tun, sondern weil sie hart gesagt mitunter das falsche tun.
00:00:37: Denn Liebe allein reicht nicht!
00:00:41: Unsere Hunde müssen von Klarheit begleitet werden.
00:00:45: Kommen wir mal zur dem größten Irrtum moderner Wunderhaltung.
00:00:51: ganz genau Ich werde ja oft gefragt wie haben wir das noch früher ausgehalten oder alles geschafft ohne Hundetrainer?
00:00:58: Ja früher war die Hundehaltung eine ganz andere, nicht unbedingt eine bessere aber eine komplett andere.
00:01:04: Hunde haben heute einen ganz anderen Stellenwert als früher und das müssen wir uns endlich bewusst werden denn sehr häufig ist es ja auch so dass Hunde heutzutage Partnerersatz sind Kinder ersatz sind oder einfach ein Bedürfnis zu befriedigen weil der Hund ja so unfassbar süß ist im Bezug auf bestimmte Rassen die auch genau darauf ausgerichtet werden, gezüchtet werden besser gesagt.
00:01:30: Deshalb ist es heute ein ganz anderer Umgang mit unseren Hunden also eine moderne Hundehaltung.
00:01:37: Aber kommen wir jetzt mal zu der Kernthese hier In.
00:01:39: viele Hunde bekommen heute extrem viel Nähe Extrem viel Aufmerksamkeit Extrem Viel Freiheit und jede Menge Spielzeug zur freien Verfügung aber viel zu wenig Orientierung, Struktur und Klarheit.
00:02:02: Und kommen dann sehr häufig so typische Aussagen wie der Darf halt alles ist ja auch mein Baby, Familie mit Glied, dass ich ja rund um Wohl fühlen.
00:02:11: Ich will denn nicht einschränken!
00:02:13: Er soll sich frei entfalten und wenn ich ihm etwas verbiete habe ich Angst das er mir böse ist.
00:02:19: Die Realität ist aber ein Hund ohne Führung muss anfangen selbst Entscheidungen zu treffen.
00:02:27: Dort beginnt Überforderung beim Hund.
00:02:31: Es ist ja auch alles nicht bös gemeint, ganz im Gegenteil!
00:02:34: Weil Liebe geben ist ja etwas Schönes.
00:02:37: nur der Ansatz Der ist falsch.
00:02:40: Man kann seinen Hund lieben man soll sein Hund Lieben Man soll ihm auch Liebe geben dürfen gar keine Frage.
00:02:46: aber der Rest darf Nicht fehlen und diese Liebe muss auch gezielt eingesetzt werden Und bedürftig eingesetzt Werden.
00:02:53: denn was zu viel Liebe wirklich bedeutet?
00:02:56: Es geht nicht um echte gesunde Zuneigung.
00:03:00: Es geht um Unsicherheiten beim Menschen sehr häufig, es geht um fehlende Grenzen und in konsequentes Verhalten.
00:03:07: Auch wir gerade schon angesprochen sehr häufig aus dem Gedanken heraus weil man nicht möchte dass du mit deinem Pösel ist.
00:03:14: Ich höre das ganz oft Ja, auch in Partnerschaften.
00:03:17: Nein, sag du dem jetzt, dass er das nicht darf?
00:03:19: Ich will nicht, dass der auf mich sauer
00:03:20: ist.".
00:03:21: So viel menschliches Denken was da reininterpretiert wird und daraufhin dann halt ein inkonsequentes Verhalten dem Hund gegenüber an den Tag gelegt wird.
00:03:28: Was aber falsch ist!
00:03:31: Unfair isst!
00:03:32: Wir müssen uns vorschlagen unsere Hunde sprechen verstehen Nicht unsere Sprache.
00:03:37: sie sind darauf angewiesen Dass wir so klar wie möglich in unseren Aussagen sind Und das erreichen wir eben nur durch konsequentes Verhalten.
00:03:47: Konsequenz wird ja auch sehr häufig mit Strenge verglichen, keiner möchte irgendwie streng und konsequent sein.
00:03:53: aber man kann auch liebevoll konsequent sind.
00:03:56: das möchte ich an dieser Stelle unbedingt einmal mit einbringen.
00:03:58: nehmen wir konkrete Beispiele und entscheidet ständig über Richtung Tempo Situation Und hat keine klaren Regeln im Alltag.
00:04:09: Verhalten wird aus Mitleid zugelassen, auch ein sehr häufiger Aspekt besonders was Tierschutzhunde betrifft.
00:04:17: Weil sie ja so viel durchgemacht haben sicherlich an viele Tierschutzhunde eine Menge Leid erfahren müssen.
00:04:22: aber mit Mitleid können Sie nichts anfangen.
00:04:24: ganz im Gegenteil das verunsichert nur noch mehr und die Bedürfnisse des Fundes werden falsch interpretiert.
00:04:32: Das wird oft Herzliebe dargestellt es ist aber in Wirklichkeit einfach schlichtweg fehlende Führung.
00:04:40: Und was hat das für Folgen für den Hund?
00:04:42: Wenn die Führung fehlt, dann passiert folgendes.
00:04:45: Der Hund übernimmt Verantwortung entscheidet selbst, was sicher oder unsicher ist und davon gibt es eine Menge Hunde da draußen.
00:04:53: Eine ganze Menge!
00:04:55: Und dem Menschen ist es noch nicht mehr bewusst dass der Hund sich verantwortlich fühlt kann er's doch einfach sein lassen.
00:05:00: Nein für den hund ist das etwas wirklich ernst dass sie sich verantwortlich fühlen von Menschen eigentlich auch.
00:05:06: Also wenn wir uns verantwortlich fühlen, ist das für uns ebenfalls eine ernste Angelegenheit.
00:05:11: Beim Hund steigert sich der Stress weil er mit dieser Rolle komplett überfordert ist.
00:05:18: So viele überforderte Hunde aus Unwissenheit der Menschen, weil sie einfach nicht wissen wann ein Hund sich verantwortliche fühlt und dann auch verantwortlicher reagiert.
00:05:28: Verantwortungsbewusst!
00:05:29: Jeder Hund geht ja damit anders um.
00:05:31: aber durch diese Verantwortung Falschen Umgang unsererseits, denn sehr häufig fangen wir dann doch mal in irgendwelchen Situationen an unseren Hunden etwas verbieten zu wollen.
00:05:41: Und genau das ist was Unfaist!
00:05:43: Genau das!
00:05:44: Wenn wir dann immer darauf warten oder erst aktiv werden, wenn der Hund dann vielleicht doch mal nervt... In seinem Verhalten vielleicht dann doch wieder zu lange stehen geblieben ist, an einer einen Urin-Stelle die er gerade am analysieren ist weil ich jetzt aber auch mal unbedingt weitergehen muss oder wenn ihr mir doch den ganzen Tag ständig hinterherläuft und ich dann jetzt meine so jetzt reicht es aber auch und jetzt geht's aber mal auf dem Platz.
00:06:05: Ja das sind diese Situationen die dann wirklich unfair werden.
00:06:09: So drittens verhalten wird immer intensiver vom Hund.
00:06:12: logischerweise durch Verantwortung Stress Überforderung entstehen dann die sogenannten Verhaltensauffälligkeiten Erbellen, ziehen, Kontrollverhalten, Unsicherheit oder komplettes Überdrehen.
00:06:26: Weil der Hund gar nicht mehr regulieren kann weil er so überfordert ist und das hat natürlich einen mega großen Einfluss auf die Beziehung zwischen Mensch und Hund.
00:06:35: Das war keine Liebe da ist sondern war keine Verlässlichkeit da ist.
00:06:38: Der Hund kann sich auf seinen Menschen nicht verlassen.
00:06:42: ein Hund braucht kein besten Freund So wie wir immer der Meinung sind unser Hund sollte unser bester Freund sein.
00:06:49: was unsere Hunde brauchen ist ein Menschen, der insicher durch Situationen führt.
00:06:54: Ein Mensch, der in sicher und klar durch unser menschliches Leben führt.
00:07:01: Nehmen wir doch mal den Spaziergang als Beispiel, so einen typischen Ablauf ohne Führung.
00:07:05: Der Hund entscheidet die Richtung, bleibt stehen, schnüffelt, zieht weiter, reagiert auf Reize eigenständig logischerweise Steiger hat sich in Begegnungen hinein Und der Mensch reagiert erst wenn es eskaliert.
00:07:19: Der Hund hat sehr häufig die komplette Verantwortung übernommen.
00:07:22: Nicht weil er will, glaubt mir!
00:07:24: Sondern weil niemand sie für ihn trägt.
00:07:27: Ihm nie klar macht dass er sich nicht verantwortlich fühlen muss.
00:07:32: Da muss ich als Mensch aktiv werden.
00:07:34: Ich komm da gar nicht darum rum.
00:07:36: einen Hund ins Leben zu holen bedeutet den kompletten Alltag erstmal umzukrempeln sich das Verständnis anzueignen Für welche also für die jeweiligen Situationen in denen sich Hunde verantwortliche fühlen Um dann selbst als mensch aktiv zu werden.
00:07:48: Wir müssen uns als Hundeführer sehen.
00:07:51: Das ist ein Wort, das früher gang gebe war was absolut geläufig war.
00:07:55: Irgendwann aber so einen negativen Touch erhalten hat und deshalb heute nicht mehr genutzt wird.
00:07:59: Aber ich finde die Bezeichnung Hundeführer riecht es ganz klar aus Ich bin ein Hundeführer!
00:08:04: Ich führe meinen Hund oder sollte meinen Hund durch mein Leben führen Durch unser Leben führen.
00:08:09: Die kann meinem Hund nicht diese Verantwortung überlassen.
00:08:12: Der Schuss geht gewaltig nach hinten los.
00:08:15: Was bedeutet denn echte Führung?
00:08:17: Führungen hat nichts mit Härte zu tun.
00:08:20: Ja, wer hat das auch so einen schlechten Beigeschmack erhalten?
00:08:24: Führung!
00:08:25: Das mit dieser Führungen habe ich auch schon negatives Feedback erhalten.
00:08:29: Aber was bedeutet denn Führing?
00:08:30: Einen Hund zu führen bedeutet Klarheit in Entscheidungen Verlässlichkeit im Verhalten Orientierung geben Situationen einschätzen und steuern dem Hund somit Sicherheit geben.
00:08:43: Führungsbedeutet Sicherheit für den Hund.
00:08:46: Das ist es!
00:08:47: Also Führung hat nichts, aber auch ein gar Nichts Negatives.
00:08:51: Ganz im Gegenteil Sie hat nur Positives.
00:08:53: Wenn man Hund lernt dass ich ihn führe bin ich verlässlich und er kann sich auf mich verlassen.
00:08:59: Ihr mal ein paar konkrete Merkmale wie du das in Zukunft ändern kannst.
00:09:05: mit dieser Führungen also.
00:09:07: Du triffst Entscheidungen nicht an Hund.
00:09:10: Du erkennst wann dein Hund Unterstützung braucht und wirst natürlich dann auch aktiv.
00:09:16: Ja, keine Frage denn das nur erkennen reicht nicht!
00:09:19: Du setzt Grenzen ruhig und klar und kannst das sogar liebevoll.
00:09:24: aber du musst bestimmt dabei sein.
00:09:25: ja denn es gibt natürlich auch ohne die gerne mal Grenzen austesten und du musst da ganz klar in deinen Aussagen sein.
00:09:33: ruhig Und bestimmt und du muss berechnbar für dein Hund sein damit er sich wirklich auf dich verlassen kann.
00:09:39: merke dir einmal diesen Kernsatz Führung gibt Sicherheit und Sicherheit ist dass was dein Hund wirklich sucht.
00:09:48: Genau das ist die Sicherheit von der wir im Alter sprechen, die Experten!
00:09:53: Du musst deinem Hund Sicherheit vermitteln.
00:09:55: wie oft dir das bestimmt schon um die Ohren geflogen ist und du fragst dich ja wieder mitte schön.
00:10:00: So ganz genau, du musst dich einbringen.
00:10:02: Du musst dich als hundeführende Person ansehen.
00:10:07: Hier möchte ich dir mal zur Selbstreflexion ein paar gezählte Fragen stellen Damit du für dich einmal herausfinden kannst, in welcher Situation du dich gerade befindest mit deinem Hund.
00:10:19: Überlasse ich meinem Hund Entscheidungen die ihn überfordern.
00:10:24: Reagiere ich erst wenn etwas schiefläuft?
00:10:27: Vermeide ich Grenzen weil ich lieb sein will?
00:10:30: ist mein Verhalten von meinen Hunden wirklich klar.
00:10:33: Erst wenn ihr dir dessen bewusst bist dann kann wirkliche Veränderung stattfinden.
00:10:38: also lasst das einmal sacken gerne mal in dich und beantworte diese Fragen einmal für dich selbst ganz ehrlich.
00:10:45: Denn nur durch Veränderung bei Menschen kann auch Veränderungen beim Hund stattfinden.
00:10:49: und wenn du für dich herausgefunden hast, dass du zu viel Liebe und zu wenig Führung bietest dann habe ich hier jetzt einmal ein paar konkrete Schritte für Dich.
00:10:58: übernimmt bewusst mehr Verantwortung, überlasse nicht alles dem Hund.
00:11:02: schaffe klare Strukturen im Alltag besonders die Spaziergänge.
00:11:06: ja dort kommt auch eine Bezeichnung hervor Bezeichnung Führung beinhaltet und zwar wenn man die Leinenführigkeit, Leinenführigkeits-Training.
00:11:16: Leinenfürig der leinenführige Hund beinhaltet ja die Spaziergänge heißt also ich führe mein Hund das sagt dieses Wort schon.
00:11:25: du solltest unbedingt Ruhezeiten in den Alltag integrieren ganz wichtig damit dein Hund regulieren kann verarbeiten kann und gesund bleibt.
00:11:33: Du solltest in diese klaren Strukturen unbedingt Interaktionen Mit einem beziehen?
00:11:39: Ja, Interaktion mit Menschen.
00:11:40: Interaktions mit anderen Hunden... Dass du diese bewusst stattfinden lässt ganz genau beobachtest.
00:11:45: In welchen Situationen ist mein Hund jetzt überfordert und wo hole ich ihn am besten raus?
00:11:49: Interpretiere bloß nicht immer überall Spielspaß Freude hinein wenn der Hund überschwenklich ist Denn sehr häufig in den meisten Fällen steckt er nämlich eher Überforderung anstatt Freude hinter Besucheszenario.
00:12:02: Das sind deine Besucher.
00:12:03: Du solltest diese Situationen regeln.
00:12:05: Das heißt nicht, dass du dann Hund abschotten solltest wenn es für ihn okay ist aber Besucher zu empfangen abzuchecken.
00:12:11: das ist ein Job Ein Aufgabenbereich und dafür sollte dein Hund sich nicht verantwortlich fühlen Und er sollte unbedingt seinen eigenen Rückzugort haben auf dem er dann auch wirklich am besten sein Probe dürfen nachkommen kann Auf dem ihn auch niemand stört Niemand stört.
00:12:25: dieser Rückzug Ort sollte der best place ever werden.
00:12:28: Du solltest auch bitte keine Krallenpflege oder Fellpflege, oder sonstiges darauf stattfinden lassen.
00:12:32: Natürlich kannst du dein Hund dort abholen wenn es zum Spaziergang geht oder du rufst ihn runter aber im besten Fall sollte das wirklich der Safe Place für deinen Hund sein wo er sich rundum wohlfühlt und du solltest unbedingt berechenbar werden!
00:12:45: Dein Hund muss sich auf dich verlassen können.
00:12:47: Punkt Sätze grenzen ruhig aber konsequent nicht aus einer Emotion heraus sondern aus Klarheit Denn zu viel Liebe Ist nicht das Problem.
00:12:59: Und klare Liebe ist das Problem!
00:13:01: Ein Hund braucht nicht mehr Freiheit, er braucht mehr Sicherheit und genau die entsteht durch dich.
00:13:09: So hier sehen wir nun wieder am Ende meiner Podcastfolge angelangt.
00:13:13: Wenn du bei diesem Anliegen Unterstützung brauchst meine Unterstützung wünscht Schreib mir gerne eine Nachricht.
00:13:19: Meine Kontaktdaten findest Du hier unten in den Show Notes.
00:13:22: schreibe mir einfach an der Nachricht und dann werden wir alles weitere besprechen.
00:13:27: Ansonsten hoffe ich sehr, dass diese Podcast-Folge dich wieder bereichert hat.
00:13:32: Dich wieder ein Stück näher mit deinem Hund zusammen gebracht hat.
00:13:35: Dankeschön fürs Zuhören und ich freue mich, dich bei der nächsten Podcast Folge wieder begrüßen zu dürfen!
00:13:41: Deine Desiree.
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