Die Wahrheit über Stress beim Hund

Shownotes

Bellen, Ziehen, fehlende Ansprechbarkeit, Unruhe oder eskalierende Hundebegegnungen: Viele dieser Probleme wirken auf den ersten Blick wie reine Trainingsbaustellen. Doch oft liegt die Ursache viel tiefer - im Stresssystem deines Hundes.

In dieser Folge erkläre ich dir, warum Stress beim Hund nicht erst bei Angst oder Panik beginnt, sondern jede Form innerer Aktivierung sein kann: Aufregung, Erwartung, Unsicherheit, Reizüberflutung oder sogar überdrehte Freude.

Du erfährst, warum dauerhafter Stress so viele Verhaltensprobleme auslösen oder verstärken kann, weshalb mehr Training oft nicht hilft und warum ein Hund unter Dauerstress kaum regulieren, lernen oder stabil reagieren kann.

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🎵 Musik: Intro-/Outro-Musik: Uplifting Acoustic Summer Folk von “Lucky Tunes”, lizenziert über Audiojungle (Envato Market).

Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu meiner neuen Podcastfolge.

00:00:04: Heute zum Thema Stress, Stress beim Hund – die Wahrheit über Stress beim Hund!

00:00:13: Und warum tatsächlich so circa neunzehnt Prozent der Probleme dort beginnen?

00:00:18: Die meisten Probleme, die du mit deinem Hund hast sind keine Trainingsprobleme.

00:00:24: Wir negen ja immer dazu, dass die nächste Methode das nächste Training auszuprobieren Aber die häufigsten Probleme sind Verständigungsprobleme, Stressprobleme.

00:00:35: Probleme den Stress beim Hund zu erkennen!

00:00:38: Du kannst trainieren soviel du willst.

00:00:41: wenn du den Stress eines Hundes nicht verstehst wirst du immer und immer wieder an die gleichen Punkte kommen.

00:00:49: Du wirst kein Vorankommen sehen Wenn du den Stress deines Hundes nicht erkennst.

00:00:56: Denn Bedenke das Verhalten ist das Symptom.

00:01:02: Und wir wollen ja keine Symptomehandlung betreiben, denn wir wollen die Ursache herausfinden für das Verhalten des Hundes, die oft Stress ist!

00:01:11: Denn erst wenn wir verstehen warum der Hund tut was er tut, warum er reagiert wie er reagieren kann dann erst können wir am Verhalten eines Hundes etwas ändern weil wir nicht mehr gegen ihn arbeiten sondern mit ihm.

00:01:24: Wir helfen ihm und unterstützen ihn.

00:01:27: Aber kommen wir mal dazu dass Stress wirklich ist.

00:01:32: Denn viele denken bei Stress an Angst, Panik, sichtbare Beforderungen.

00:01:37: aber das ist nun ein kleiner Teil denn der wichtigste Punkt ist Stress ist jede Form von innere Aktivierung.

00:01:44: Das bedeutet Aufregung Erwartung Unsicherheit Reizüberflutung und ja auch überdrehte Freude ist Stress und permanente Aktivität ist Stress.

00:01:56: Mir ist es Wirklich ganz wichtig, dass du jetzt genau zuhörst.

00:01:59: Denn ich habe es wirklich nicht selten erlebt.

00:02:02: Dass wenn ich Menschen darauf hingewiesen habe, dass deren Hund Stress empfindet... Ich mir anrunden konnte was soll denn mein Hund für einen Stress haben?

00:02:09: Der braucht sich doch hier um nichts zu kümmern!

00:02:11: Da muss er nur Hund sein und das ist viel viel viel zu klein gedacht.

00:02:15: auch ein Hund kann Stress empfinden und das nicht so knapp Das sollte einem jeden klar sein.

00:02:19: Und dass auch ein Hund in verschiedenen Situationen in unserem menschlichen Leben Stress empfindet Das sollte eigentlich auch ganz logisch sein.

00:02:27: Deshalb solltest du unbedingt, unbedingt ganz genau zuhören!

00:02:31: Denn aber Stress ist nicht per se schlecht.

00:02:34: Jeder hat mal Stress.

00:02:35: also wir reden jetzt nicht davon deinen Hund den Watte zu packen.

00:02:37: das funktioniert nicht.

00:02:39: Du kannst deinen Hund nicht von jeglichem Stress fernhalten.

00:02:42: es gibt immer mal Situation wo ein Hund Stress empfindet.

00:02:45: Es ist ja auch wie schon gesagt nicht per sich schlecht.

00:02:49: Aber... Jetzt kommen wir zum gefährlichen Punkt der dauerhafte Stress Der ist das Problem.

00:02:55: Aber warum haben denn so viele Hunde dauerhaften Stress?

00:02:59: Also unsere Hunde, in unserer menschlichen Leben – das müssen wir uns bitte immer wieder vor Augen halten!

00:03:04: Wir bringen die Hunde in unsere menschliche Welt und sie müssen lernen daran klarzukommen.

00:03:10: Und Sie sind dabei auf unsere Unterstützung angewiesen.

00:03:13: Oh, nicht zu denken dass die Hunden das schon um dir alleine schaffen.

00:03:16: In aller meisten Fällen schaffen sie es nicht Denn durch unsere unklaren Ausdrucksweisen, durch zu viel Reiz im Alltag, so wenig Ruhe, ständige Ansprache und Beschäftigung.

00:03:28: Wir reden den ganzen Tag mit unseren Hunden und sind immer der Meinung dass der Hund weil er ja nicht zur Ruhe kommt noch mehr ausgelastet werden muss.

00:03:37: wir haben hohe Erwartungen an unserer Hunde.

00:03:41: Ohja was wir für Ansprüche an unsere Hunde haben ist Phänomenal.

00:03:48: jeder Hund soll alleine bleiben können Jeder Hund soll Auto fahren können, jeder Hund soll am besten mit ihm die Stadt können.

00:03:55: Soll alles aushalten können?

00:03:56: Soll jeden Hund toll finden und immer Bock haben mit dem zu spielen?

00:03:59: Sollen jeden Menschen toll finden?

00:04:01: Das sind Ansprüche wenn wir mal ganz ehrlich sind denen wir noch nicht mehr selbst gerecht werden können.

00:04:06: Und so guter Letzt fehlt es auch bei ganz vielen an einer klaren Struktur im Alltag.

00:04:12: das führt dazu dass unsere Hunde gar nicht mehr runter kommen und dann gelangen wir in einen Teufelskreis Denn ich wirklich entspannt.

00:04:22: Kann auch nicht regulieren und ein Hund, den nicht reguliert kann, der kann nicht stabil reagieren.

00:04:30: Wenn wir unter Dauerstrom stehen wenn uns Schlaf fehlt, wenn wir nicht reguliere können dann können wir auch nicht klar denken und auch nicht dementsprechend reagieren wie Stress verhalten beeinflusst.

00:04:42: Stress führt zu schnelleren Reaktionen des Hundes sieht manchmal so aus als ob der Hund irgendwie überdreht ist Geringere Reitschwelle, weniger Ansprechbarkeit, impulsierendem Verhalten.

00:04:54: Was dann dazu führt das Hundebegegnungen eskalieren können?

00:04:58: Wenn du dich mal fragst, der früher war es nicht so früher ist denn jedem Hund entspannt vorbeigegangen auch ohne dass irgendetwas passiert ist und ich lass ihn auch nicht zu jedem Hund hinrennen könnte das ein Faktor sein!

00:05:10: Dass dein Hund nicht wirklich regulieren kann.

00:05:13: Auch das Leinenziehen kann sich verstärken weil er Hund unter Dauerstrom steht.

00:05:18: Rückruf funktioniert nicht, weil es bei Ihnen gar nicht ankommt.

00:05:21: Und der Hund kommt zu Hause, nicht zur Ruhe.

00:05:24: Deshalb werden wir dann denken, wir müssen ihn noch mehr auslasten.

00:05:27: dabei muss der Hund endlich mal regulieren können Denn das sind alles keine einzelnen Baustellen was ich jetzt gerade aufgezählt habe Sondern das ist ein komplettes System.

00:05:36: Deswegen sage ich immer Wenn ein Mensch mit einem Anliegen und seinem Hund auf mich zukommt mir zuträgt Dann sage ich mir, wir müssten einen Blick auf den gesamten Alltag werfen.

00:05:45: Wir können uns nicht nur auf dieses eine Problem konzentrieren, denn das ist nur ein Symptom.

00:05:51: Wir müssen die genaue Ursache herausfinden und wenn wir wirklich am Ansatz ansetzen also in der Basis eine wirklich ein stabiles Fundament erstellen wie ich es immer gerne nenne dann erst kann sich der gesamte Alltag stabilisieren.

00:06:07: Das Verhalten des Hundes kann sich stabilisiern Der Hund kann sich stabilisieren Und die ganzen erstmal aufgezelten Probleme lösen sich dann mit den Luft auf in den Allermeisten fällen.

00:06:21: Was sind denn die größten Missverständnisse?

00:06:23: Sehr häufig hört man ja auch, mein Hund ist einfach so... Nein!

00:06:27: Muss er nicht zwangsläufig Denn ich habe es auch schon erlebt dass Hunde vom Welpe an Nicht wirklich zurückkommen Von welpen an Schon sehr überdreht sind.

00:06:37: Und dann kommt bildet sich schnell die Meinung Ja der ist halt so.

00:06:40: Aber Dann hat man als Mensch einfach schon dort Den Zeitpunkt verpasst den Hund richtig anzuleiten.

00:06:45: Als auch ein Missverständnis ist das immer Der muss halt durch.

00:06:49: Das muss er halt lernen, ja ein Hund muss lernen gewisse Dinge auszuhalten.

00:06:54: Kommt er nicht in unserem menschlichen Weltrum rum?

00:06:57: Aber es kommt immer ganz darauf an wie mein Hund das durchstehen muss ob er es alleine durchsteht oder ob ich ihn dadurch begleite ihnen unterstütze denn der Dauerstress wird nicht besser durch ständige Wiederholungen.

00:07:11: Warum Klassiker ist?

00:07:12: Ich muss einfach mehr trainieren.

00:07:14: Nein!

00:07:15: Mehr Training bei einem ohnehin schon gestressten und verschärft das Problem ohnehin noch.

00:07:21: Woran erkennst du den Stress?

00:07:23: Früher Anzeichen sind das allerwichtigste, nicht erst wenn da wirklich offensive Stress-Anzeichen wie starkes Hecheln gezeigt werden, starke Unruhe... Du kannst schon an ja kleinen Anzeigen wie angespannte Körperhaltung ständiges scannen, Unruh, schnelles Hochfahren und schlechte Regeneration.

00:07:44: Daran kannst du Stress erkennen!

00:07:46: Und eins möchte ich dir unbedingt auf den Weg geben.

00:07:49: Ein Hund, der unter Dauerstress leidet wird auf kurz oder lang krank werden!

00:07:55: Das ist nun mal so... das ist bei uns Menschen nichts anderes.

00:07:57: auch wir Menschen können DAUerstress nicht aushalten.

00:08:02: Wir sprechen jetzt hier von Monaten und wenn nicht sogar Jahren in denen wir uns oder unsere Hunde sich dann dementsprechend im Stress befinden und dann irgendwann schlägt es auf die Gesundheit bei uns und bei den Hunden.

00:08:14: Ganz genau so und deshalb ist es unfassbar wichtig, unfassbawichtig dass du dich mit dem Thema Stress auseinandersetzt.

00:08:19: Was hilft denn wirklich?

00:08:22: Stress erkennen ganz klar!

00:08:24: Denn ohne das wirst du keinen Fortschritt haben.

00:08:27: Du musst dich also mit der Kommunikation deines Hundes auseinander setzen damit du den Stress erkennst und deinen Hund unterstützen kannst.

00:08:34: Und das kannst du indem du den Alltag anpasst Weniger Reize ja nicht noch mehr Bällchen spielen oder Nicht noch mehr Beschäftigung Hilf ihm zu ruhen eine klare Struktur in den Alter integrieren.

00:08:44: Das heißt nicht, dass Punkt um acht Gastig gegangen werden muss, Punkt um neun gefressen werden muss – das ist mit klarer Struktur nicht gemeint!

00:08:51: Eine klareStruktur, das sind Regeln im Alltag, eine kläre Führung….

00:08:55: Ein Beispiel bin ich jetzt mal mit klarem Struktur, wenn es Zeit ist rauszugehen und ein Hund hört, dass du die Leine in die Hand nimmst, da er dann nicht schon wie wild aufspringt und eskaliert und sich freut.

00:09:09: Denn sehr häufig steckt hinter dieser Freude einfach nur wieder Stress, eine extreme Aufregung.

00:09:14: Dort kannst du dann dein Mund beibringen, dass wenn er hört das Du dir Leiden in die Hand nimmst, er doch auf seinem Platz weiterverweilen sollte so dass du den Spaziergang ruhig startest.

00:09:26: Also dein Hund bleibt auf der Decke bis du zu ihm gehst ihn einletzt zu dir zu kommen um ihn anzuleihen und dann rauszuführen.

00:09:33: Das ist jetzt ein Beispiel für einen strukturellen Punkt in eurem Alltag Ein ganz wichtig gezielter Ruhe.

00:09:40: So und dann kommen wir noch zu einem Punkt, den Menschen nicht gerne hören aber der das Wichtigste ist und zwar Führung übernehmen.

00:09:49: Richtig!

00:09:50: Du führst deinen Hund durch den Alltag du fürst deinen Hund durch dein menschliches Leben.

00:09:59: Ihr geht da zusammen durch.

00:10:00: Du nimmst ihn quasi an die Fuhrte und führts in sicher dadurch.

00:10:04: Du begleitest ihn Und das gibt einmal Sicherheit reduziert Stress.

00:10:11: Und wenn es mal Richtung Training geht, dann solltest du Training wirklich verständnisbasiert ansetzen und nicht irgendetwas trainieren was auch überhaupt gar keinen Sinn macht.

00:10:21: Was meine ich damit jetzt?

00:10:22: ein Beispiel ist dass einige den Hund immer Stresssituation aussetzen zum Beispiel auch einen Stadttraining machen damit der Hund lernt diese Reize auszuhalten.

00:10:33: Aber dann frage ich immer wofür muss der Hund dieses Stadttrainig machen?

00:10:38: Ja, damit er die Reize besser aushalten kann.

00:10:40: Aber siehst du den Fortschritte?

00:10:42: Und wofür?

00:10:42: was ist das Ziel?

00:10:43: Du musst ja ein Ziel haben mit deinem Training und wenn du kein Ziel hast bei einem Stadttraining, jetzt beispielsweise dann ist es ein sinnloses Training.

00:10:52: wie ich schon gesagt natürlich müssen unsere Hunde lernen Reize auszuhalten da kommen sie gar nicht drumherum aber nicht unnötigerweise!

00:10:58: Du musst deinen Hund nicht unnetischen Stress bringen Dein Training also Verständnis basiert gezielt und richtig einsetzen gegen den Stress arbeiten, sondern mit dem Zustand.

00:11:09: Mit seinem Zustand was er auch leisten kann und die nicht immer nur dazu bringen wollen den Stress aushalten zu müssen.

00:11:16: Jetzt möchte ich dir mal eine Frage stellen und zwar machen wir so einen Perspektivenwechsel.

00:11:20: Stell dir mal diese eine Frage.

00:11:22: Trainierst du gerade am Verhalten oder verstehst du deinen Hund?

00:11:26: Wirklich!

00:11:28: Denn das entscheidet über alles.

00:11:30: Die meisten Probleme beginnen nicht im Verhalten Sie beginnen im inneren Zustand deines Hundes und wenn du Stress verstehst, verstehst du dein Hund.

00:11:39: Und genau dann wird Veränderung erst möglich!

00:11:45: Wie du merkst es läuft immer auf das Erbinaus.

00:11:47: Du kommst nicht drumherum dich mit der Kommunikation deines Hundes auseinander zu setzen.

00:11:52: Wenn du ein harmonisches Miteinander anstrebst Ein Team werden willst Am Ende dabei Unterstützung Wünscht um eine klare Struktur in den Alltag zu erstellen, deinem Hund den Stress zu nehmen.

00:12:05: Hier unten in den Show Notes findest du meine Kontaktdaten, melde dich dazu gerne und ich schaue dann wie ich dich dabei unterstützen kann!

00:12:14: Ich freue mich sehr dass Du heute wieder dazugehört hast.

00:12:18: Ich hoffe auch diese Folge hat Dich wieder ein Stück näher mit Deinem Hund zusammengebracht und ich freu mich sehr, Dich bei der nächsten Podcast-Folge wieder begrüßend zu dürfen.

00:12:28: Bis ganz bald deine Desiree.

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